Erster Advent in Wörlitz 2019

Freitag, 29. November 2019

  • Adventsmarkt von 15:00 bis 19:00 Uhr
  • 15:00 Begrüßung der Gäste durch Maik Strömer, Bürgermeister der Stadt Oranienbaum-Wörlitz, Brigitte Mang, Vorstand und Direktorin der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz und Erika Miertsch, Ortsbürgermeisterin der Parkstadt Wörlitz. Der Nikolaus eröffnet den Adventsmarkt und schneidet die Adventstorte an. Musikalische Umrahmung mit dem Posaunenchor Oranienbaum
  • 16:00 Der Wörlitzer Adventsstern wird am Brunnen auf dem Markt angezündet.
  • 17:00 Advents- und Weihnachtskonzert der Luisenschule Wörlitz in der Kirche St. Petri
  • 17:00 Taschenlampenführung für Groß und Klein im Schloss
  • 18:00,19:00 Märchenland an der Luisenschule „Dornröschen“ Kartenvorverkauf im Getränkemarkt Raven, Tel. 034904-20867

Samstag, 30. November 2019

  • Adventsmarkt von 11:00 bis 19:00 Uhr
  • 11:00 Musikalische Begrüßung mit dem Posaunenchor Oranienbaum
  • 11:30 Adventswanderung mit Fürst Franz vom Schloss Wörlitz in den historischen Gasthof „Zum Eichenkranz“ Dauer ca. 2 Stunden inkl. einer kleinen Überraschung Treffpunkt: Schloss Wörlitz
  • 12:00–18:00 St. Nikolaus liest Geschichten am Kamin, Bootshaus des Fürsten am Natur-Pur-Hotel „Wörlitzer Hof“
  • ab 12:00 Märchenland an der Luisenschule „Dornröschen“ Die Vorstellungen finden stündlich statt, letzte Vorstellung 18:00 Uhr, Kartenvorverkauf im Getränkemarkt Raven Tel. 034904-20867
  • 12:00 Der Posaunenchor Oranienbaum spielt vor der Kirche St. Petri.
  • 12:30, 14:30, 15:30 Premiere: Adventsführung im Schloss Wörlitz vom Keller bis zum Belvedere
  • 13:00, 15:00, 16:00 Die Turmbläser aus Markt Oberelsbach/Rhön spielen Musik zur Adventszeit vom Kirchturm.
  • 14:00 Wörlitz singt zum „Ersten Advent“ – gemeinsames Singen vor dem Schloss
  • 14:00–16:00 Vorführung von Schnitzkunst – für Kinder weihnachtliches Basteln mit Holz und Papier im Werkstatt-Laden Erdmannsdorffstraße 88
  • 15:00–17:00 Musikalischer Adventskaffee mit der Birgländer Stub‘nmusik aus der Oberpfalz im Ringhotel „Zum Stein“
  • 15:30 Weihnachtliche Musik bei Kerzenschein mit dem Flötenquartett Wörlitz im Sommersaal am Schloss Wörlitz
  • 17:00 Geigenmusik zum Advent in der Kirche St. Petri mit Rosa Hagendorf, Halle, und Anna Gottschlich, Weimar
  • 18:30 Kamingrillen in der Gastwirtschaft im Küchengebäude
  • 19:00 Heimatabend mit der Birgländer Stub‘nmusik aus der Oberpfalz und Köstlichkeiten vom Adventsbuffet im Natur-Pur-Hotel „Wörlitzer Hof“

Sonntag, 1. Dezember 2019

  • Adventsmarkt von 11:00 bis 19:00 Uhr
  • 11:00 Musikalische Begrüßung mit dem Posaunenchor Oranienbaum
  • 11:00, 14:00 Glanzlichter im Schloss, Führung durch die bereits restaurierten Räume der Beletage
  • 11:00–13:00 Vorführung von Schnitzkunst – für Kinder weihnachtliches Basteln mit Holz und Papier im Werkstatt-Laden Erdmannsdorffstraße 88
  • 11:30 Adventswanderung mit Fürst Franz vom Wörlitzer Schloss in den historischen Gasthof „Zum Eichenkranz“ Dauer ca. 2 Stunden inkl. einer kleinen Überraschung Treffpunkt: Schloss Wörlitz
  • ab 12:00 Märchenland an der Luisenschule „Dornröschen“ Die Vorstellungen finden stündlich statt, letzte Vorstellung 17:00 Uhr, Kartenvorverkauf im Getränkemarkt Raven Tel. 034904-20867
  • 12:00 Der Posaunenchor Oranienbaum spielt vor der Kirche St. Petri.
  • 12:00–16:00 St. Nikolaus liest Geschichten am Kamin, Bootshaus des Fürsten am Natur-Pur-Hotel „Wörlitzer Hof“
  • 12:00–14.30 Adventsschlemmerbuffet mit der Birgländer Stub’nmusik im Natur-Pur-Hotel „Wörlitzer Hof“
  • 12:30, 13:30, 14:30 Adventsführung im Schloss Wörlitz vom Keller bis zum Belvedere
  • 13:00, 14:00, 15:00 Die Turmbläser aus Markt Oberelsbach/Rhön spielen Musik zur Adventszeit vom Kirchturm.
  • 14:00 „Auf den Spuren einer großen Liebe – fürstliche Leidenschaft im Arkadien Anhalts“ Adventsspaziergang durch Schochs Garten. Treffpunkt: Gasthof „Zum Eichenkranz“
  • 16:30 „Langsam zieht das Weihnachtslicht still in unsre Herzen“ Die Winterfee und ihre kleinen Lichtelfen entzünden das erste Adventslicht auf der mit hunderten Kerzen stimmungsvoll beleuchteten Wiese vor dem Schloss Wörlitz.
  • 17:00 Lichterkirche: Musikalischer Gottesdienst mit dem Kirchenchor in der Kirche St. Petri

Die Kirche St. Petri und der Bibelturm sind zu folgenden Zeiten geöffnet: Freitag 15:00 bis 17:00 Uhr,
Samstag 11:00 bis 17:00 Uhr und Sonntag 11:00 bis 17:00 Uhr.

Im Bibelturm wird die Ausstellung „feste feiern“ gezeigt, die in der ersten Ebene der früheren Türmerwohnung auf die Advents- und Weihnachtszeit eingeht.

Große Modelleisenbahn-Ausstellung in der Turnhalle der Luisenschule Zu bestaunen sind u. a. die originale Wörlitz-Anlage und mit viel Liebe zum Detail gestaltete Dioramen. Eine Rangieranlage lädt kleine und große Leute ein, selbst Lokführer zu sein.

Kunsthandwerk mit Kerzen – David Halverson aus Spanien zeigt die Herstellung von Windlichtern und Kerzen im Bootshaus.

Die Wörlitz-Information ist während des Adventsmarktes geöffnet.

Die Dessau-Wörlitzer Eisenbahn verkehrt am Freitag
ab Dessau 12:05, 14:05, 16:05, 18:05 Uhr
ab Wörlitz 13:20, 15:20, 17:20, 19:20 Uhr
und am Samstag und Sonntag
ab Dessau 9:05, 11:05, 13:05, 15:05, 17:05, 19:05 Uhr
ab Wörlitz 10:20, 12:20, 14:20, 16:20, 18:20, 20:20 Uhr

Wählt die Solitäreichen in der Wörlitzer Elbaue zu Deutschlands Naturwunder

Für den Titel Deutschlands schönstes Naturwunder 2018 stellt sich das Biosphärenreservat Mittelelbe mit seinen Solitäreichen im Wörlitzer Winkel und den darin lebenden typischen Insektenarten Heldbock, Hirschkäfer, Eremit – als einer der letzten Refugien für bedrohte Insekten – zur Wahl.

EUROPARC Deutschland e.V. und die Heinz Sielmann Stiftung laden euch ein, EUREN Favoriten zu wählen! Es gibt auch etwas zu gewinnen! Für den Titel Deutschlands schönstes Naturwunder 2018 stellen sich daher die letzten Refugien für bedrohte Insekten zur Wahl.
EUROPARC Deutschland e.V. und die Heinz Sielmann Stiftung laden Sie herzlich ein, Ihren Favoriten zu wählen! Unter allen Teilnehmern, die ihre Stimme bis zum 2. September abgeben, werden attraktive Sachpreise (u.a. Wildbienen-Nisthilfen, Bestimmungsbücher, Wanderrucksäcke) verlost.

Hier geht es zur Abstimmung: www.sielmann-stiftung.de/naturwunder

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Die Solitäreichen in der Wörlitzer Elbaue

Anfang des 18. Jahrhunderts lichteten sich die Auenwälder durch den steigenden Bedarf an Bau- und Brennholz und intensiver Waldweide. Lediglich Eichen und Wildobst blieben wegen ihrer Früchte und der daraus resultierenden Schweinemast verschont. Die Eichen wurden aber auch durch fürstlichen Erlass geschützt, denn ihr langlebiges, hartes Holz war schon immer sehr begehrt. Diese Verordnung, das sogenannte Eichenregal, legte einen Besitzanspruch des Fürsten auf alle Eichen fest, unabhängig vom Besitz an Grund und Boden. Der ausgelichtete Wald, in dem insbesondere die Eichen erhalten wurden, war Ausgangspunkt für die Gestaltung der gesamten Landschaft. Das Resultat sind eindrucksvolle Altbäume, die einzeln oder in kleinen Gruppen auf den Auenwiesen stocken. Neben der Schweinemast spielte auch die Wildtierhaltung eine wesentliche Rolle für die Entstehung zusammenhängender, parkähnlicher Baumbestände. Diese Hudewälder, gekennzeichnet durch das Fehlen der Strauchschicht sowie einer intensiven Grünlandnutzung in der Krautschicht, sind bis in die Gegenwart großflächig im Gartenreich Dessau-Wörlitz verbreitet.

Linienförmige Alteichenbestände vor Deichanlagen sind Zeugnisse des historischen Hochwasserschutzes. Im Winterhalbjahr dienen solche Alteichen bei Hochwasserereignissen als Eisbrecher und schützen so die Deichanlagen vor Schäden. Bei den Solitärgehölzen handelt es sich fast ausschließlich um die Stiel-Eiche Quercus robur. Der älteste dieser Bäume im Gartenreich Dessau-Wörlitz wird auf ca. 650 Jahre geschätzt und erreicht bei Brusthöhenumfang von 7,30 m einen Stammdurchmesser von 2,32 m. Die alten Stiel-Eichen sind Lebensraum vieler Tierarten. Bemerkenswert sind die Hölzer bewohnenden Großkäfer wie Heldbock (Cerambyx cerdo), Hirschkäfer (Lucanus cervus) und Eremit (Osmodera ere-Mita). Die Populationsgrößen dieser Urwaldreliktarten sind für mitteleuropäische Verhältnisse außergewöhnlich, weil Baumbestände der Solitäreichenwiesen und Hudewälder ihre Vorkommensicherten; der Heldbock besitzt im Gebiet der mittleren Elbe seinen Verbreitungsschwerpunkt in Mitteleuropa. Als ein weiterer Indikator für die alten Gehölzbestände kann die Vielfalt der vorkommenden Spechtarten angeführt werden.

In Vergangenheit und Gegenwart bilden die mit solitären Bäumen bestanden Wiesen ästhetische Brücken zwischen den stilisierten Gärten und den naturnahen Auenwäldern. Über Sichtachsen, die durch künstlich angelegte, aber naturnahe Landschaftsstrukturen verliefen, konnte der Beobachter alle Landschaftselemente auf sich wirken lassen. Leider sind durch Verbauung oft nur noch Teilabschnitte einzelner Sichtachsen vorhanden. Neben der kulturhistorischen Bedeutung besitzen die alten Stiel-Eichen auch einen hohen Wert für den Naturschutz. Aus diesem Grund stehen heute die Pflege und der Erhalt der kulturhistorischen Landschaft im Fokus der Biosphärenreservats Verwaltung. Durch Freihaltung der verbliebenen Sichtachsen, Nachpflanzung von Solitäreichen und Unterstützung eines Offenlandmanagements wird ein Beitrag zur Sicherung dieses Kulturerbes geleistet. (Quelle: https://www.mittelelbe.com/upload/pdf/Wrlitz-Einblicke-15-02-2011Internet.pdf )