Ostern in Wörlitz

Das Jahr 2016 steht im Gartenreich Dessau-Wörlitz ganz im Zeichen der Baukunst.

Das Jahr 2016 steht im Gartenreich Dessau-Wörlitz ganz im Zeichen der Baukunst. Zwar hat das Gartenreich seinen Namen aufgrund der vielen Parkanlagen erhalten, die in die Auenlandschaft zwischen Mulde und Elbe eingebettet sind, aber wohldurchdacht wird das Naturfarbenspiel des Landschaftsbildes vor allem durch die zahlreichen Architekturen proportioniert. Dazu zählen neben den Schlössern auch die Häuser, Tempel, Brücken und Skulpturen. Deshalb lenkt die Kulturstiftung DessauWörlitz den Fokus der öffentlichen Betrachtung in diesem Jahr auf die Bauten und ihre Baumeister. Das harmonische Miteinander von Baukunst, bildender Kunst und natürlich Gartenkunst ist ab den Osterfeiertagen wieder für jedermann komplett erlebbar.

Einladung zum Osterspaziergang durch das Luisium

Unter dem Motto „Vom Eise befreit …” sind alle Interessenten zu einer österlichen Schloss- und Parkführung durch das Luisium mit der Kastellanin Grita Qulitizsch, KsDW-Abteilung Schlösser und Sammlungen, eingeladen. Bei dieser Sonderführung lernen die Besucher das Refugium der Fürstin späteren Herzogin Louise von Anhalt-Dessau (1750–1811) und sie selbst näher kennen. Sie liebte die Stille des Ortes, der seit 1780 ihren Namen trägt. In der Folge der Entfremdung von ihrem Gatten, der diesen Ort, an dem er in seiner Jugend viel Zeit verbracht hatte, auch sehr schätzte, zog sie sich immer öfter dorthin zurück.

Der klassizistische Landsitz erscheint heute als die idyllischste der zwischen Dessau und Wörlitz gelegenen Anlagen. Die Räume des bezaubernden Landhauses sind weitgehend original ausgestattet. Im Park befindet sich eine Reihe neugotischer und klassizistischer Gartenarchitekturen wie das „Schlangenhaus”, die Orangerie, die Torhäuser und der Ruinenbogen. Sie alle sind mit großer Einfühlung in die Auenlandschaft eingebettet worden. Der von einer Hauptallee zweigeteilte Garten enthält einen wirtschaftlich genutzten Teil mit Obst- und Gemüseanbau, der andere Teil galt der Entspannung. Dies alles und viel mehr wird bei dem Osterspaziergang zu erfahren sein.

Termin: Ostersonntag, 27. März 2016, 10:00 bis 12:30 Uhr
Treffpunkt: Schloss Luisium
Teilnahme: 12,00 €
Öffnungszeiten des Schlosses an den Feiertagen: 11:00 bis 17:00 Uhr

Ostern im Landschaftspark Wörlitz

Schloss Wörlitz: 10:00 bis 17.00 Uhr

Der Gründungsbau des deutschen Klassizismus wurde für den Fürsten Franz nach Entwürfen von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff errichtet. Er enthält die originale Inneneinrichtung vom Ende des 18. Jahrhunderts und beherbergt kostbare Sammlungen z. B. antiker Plastiken, Gemälde und Gefäße der berühmten Wedgwood-Manufaktur. Aber auch für das 18. Jahrhundert moderne Einrichtungsgegenstände wie Klappbetten, Wandschränke oder Wasserleitungen können im Rahmen von Führungen entdeckt werden, darunter nun auch die beiden jüngst restaurierten chinoisen Kabinette.

Gotisches Haus – Gärtnerwohnung und Fürstensitz: 10:00 bis 17:00 Uhr

Das Gotische Haus zählt zu den frühesten und besterhaltenen neogotischen Architekturen auf dem europäischen Kontinent. Es wurde ab 1773 erbaut und bis 1813 mehrfach erweitert. Im Inneren birgt es eine einmalige Sammlung mit herausragenden, hauptsächlich aus der Schweiz stammenden Glasgemälden vom ausgehenden 15. bis zum 17. Jahrhundert sowie eine bemerkenswerte neugotische Ausstattung.

Insel Stein – Der Wunderfelsen von Wörlitz: 11:00 bis 17:00 Uhr

Mit dem einzigen künstlichen Vulkan Europas ist sie ein besonders spektakuläres Denkmal im UNESCO-Welterbe Gartenreich Dessau-Wörlitz. Ein weiterer Höhepunkt ist die Villa Hamilton mit ihren inzwischen vollständig restaurierten drei Räumen.

Gondeln und Fähren: 11:00 bis 16:00 Uhr

Die Fähren in den Wörlitzer Anlagen sind an den Osterfeiertagen fahrbereit. Bei gutem Wetter kann auch eine Gondelfahrt über den Wörlitzer See unternommen werden.

Im Landschaftspark gut orientiert

Bereits seit fast einem Jahrhundert helfen den Besuchern zur besseren Orientierung im Landschaftspark Wörlitz an wichtigen Wegekreuzungen beschriftete Steine, denn auf, das Landschaftsbild störende Schilder wurde schon in der Vergangenheit bewusst verzichtet. Witterungseinflüsse haben allerdings dazu geführt, dass die Beschriftungen der naturnahen, sich dem Parkbild einfügenden Wegweiser in vielen Bereichen nicht mehr ausreichend zu erkennen waren. Jetzt liegen neue Steine mit vertiefter und größerer Schrift den Gästen beim Zurechtfinden im Park zu Seite. In den vergangenen Monaten wurden durch einen ortsansässigen Steinmetzbetrieb zunächst zehn Natursteine mit den Inschriften versehen und aufgestellt. Weitere Steine werden folgen.

Zudem weisen jetzt neue, im Corporate Identity der KsDW in dem hellen Grünton Arsenic gestaltete Informationsaufsteller im Schlossgarten des Landschaftsparks Wörlitz auf den Ticketverkauf im GartenreichLaden, die Gaststätte im Küchengebäude sowie das nächstgelegene WC hin. Auch hier sind zusätzliche Aufsteller geplant, die dann im gesamten Landschaftspark auf diese wichtigen Serviceeinrichtungen aufmerksam machen werden.

Ostern in Mosigkau

Schloss und Schlosspark Mosigkau – Perle des Rokoko: 11:00 bis 17:00 Uhr

Das Rokoko-Schloss Mosigkau wurde von der Prinzessin Anna Wilhelmine von Anhalt-Dessau als Sommerresidenz erbaut. Das oft liebevoll als das kleine Sanssouci bezeichnete Haus kann zwar nicht mit der Glanzentfaltung des Potsdamer Vorbildes konkurrieren, von seinem Charme geht allerdings ein unvergleichlicher Reiz aus. Den Höhepunkt der Anlage bildet der Galeriesaal im Corps de logis. Der Raum enthält in vertieften Wandfeldern in einer in Deutschland einzigartigen barocken Hängung, bedeutende Gemälde hauptsächlich flämischer und holländischer Meister aus dem 17. Jahrhundert.

Mit dem Fahrrad durch das Gartenreich Dessau-Wörlitz

Ein stetig wachsender Anteil der Besucher erreicht das Gartenreich über den Elberadweg. Der Abschnitt zwischen Dessau und Elster gehört zu den spannendsten, denn hier reihen sich Welterbestätten aneinander wie die Perlen einer Kette. Vom Bauhaus in Dessau bis hin zur Lutherstadt Wittenberg verläuft der Radwanderweg, der zum Europaradweg R 1 gehört, mitten durch das Gartenreich mit seinen Schlössern und Landschaftsparks. In den vergangenen Monaten wurde dieser Radweg grundlegend saniert und lädt einmal mehr zu komfortablen Wanderungen und Erkundungen der Region ein, wobei das Radfahren innerhalb der von der UNESCO geschützten Parkanlagen nicht gestattet ist.

In diesen historischen Gärten stehen die Interessen der Flaneure im Mittelpunkt. Deshalb wird in der Parkordnung explizit darauf hingewiesen, dass das Fahrradfahren aus Rücksicht auf alle Gäste und natürlich auch zum Schutz der Anlagen zu unterbleiben hat. Nicht zuletzt der Osterspaziergang soll für jeden Besucher ein ungestörter Genuss sein. Die Gärten laden grundsätzlich zur Entschleunigung ein. Hier führen Wege größtenteils auf verschlungenen Strecken, über Brücken oder sogar Fähren zu den interessantesten und schönsten Punkten im Park, deren ästhetische und emotionale Wahrnehmung erst durch einen ungestörten ruhigen Blick möglich ist.

Zu diesem Erlebnis sind auch die Radwanderer eingeladen. Für die Unterbringung ihrer Fahrräder während des Park- oder Schlossbesuchs stehen an verschiedenen Stellen Radständer und zudem verschließbare Fahrradboxen zur Verfügung. Entsprechende Hinweisschilder zu den fahrradfreien Zonen sind nun auch an allen Zugängen zum Landschaftspark Wörlitz aufgestellt.

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